Aligse bereit für Aufstiegsjubel: Volleyball-Damen fehlen nur zwei Sätze. Sie wollen Eiche fällen.

Lehrte. Nach dem 3:0 am 24. Februar gegen Tuspo Weende haben sie stundenlang die Köpfe zusammengesteckt und sich einen Masterplan für die verbleibenden drei Saisonspiele in der dritten Volleyball-Liga West zu­rechtgelegt. Die Überschrift lautete: „Wir verlieren keinen Satz mehr.“ Jetzt, vor dem Saisonfinale am Sonntag (15 Uhr) beim TV Eiche Horn Bremen, sind es nur noch zwei Durchgänge, die den Frauen der Sportfreunde Aligse zur Meisterschaft und dem so ersehnten Aufstieg in die zweite Bundesliga fehlen. Zwei Sätze bis zum Glück für die Aligser Damen.

Michael Meyer, der sich kurz vor dem Saisonauftakt aus privaten Gründen in die zweite Reihe zurückgezogen und das Zepter an Co-Trainer Matthias Raschke weitergegeben hat, arbeitet jetzt im fünften Jahr mit dem Team zusammen. In der zweiten Spielzeit gelang ihm mit der GfL Hannover der sofortige Wiederaufstieg in die dritte Liga, nach zwei Jahren, in denen der Klassenerhalt je­weils erst am letzten Spieltag gesichert worden war, beendete die Riege die vergangene Runde auf dem zweiten Platz. Mit der Erkenntnis, dass ihr Weg am Rudolf-von-Bennig­sen-Ufer zu Ende ist. Meyer wechselte mit der kompletten Mannschaft und klaren Zielen in das 1700-Seelen-Örtchen bei Lehrte. „Wir wollten innerhalb der nächsten zwei Jahre in die zweite Liga, und das hat sich ja bisher ja ganz gut angelassen“, sagt er.

Das Plus der Riege: „Der Kern der Mannschaft ist seit fünf Jahren zusammen, das macht sie stark.“ Zumal sie in der Zwischenzeit verstärkt worden ist. Inga Thiele, Hanna Viemann und Anne Schiller gehören seit drei Jahren, Lea Frackmann und Karla Hanhoff seit einem dazu. Ohne die verletzte Happy Ausmeier (36) hat der Spitzenreiter einen Altersdurchschnitt von 24 Jahren. „Das ist etwas, worauf wir in Zukunft aufbauen können. Unsere Spielerinnen sind Diamanten, denen man den Feinschliff geben muss“, sagt Meyer. Offensichtlich der Grund, warum für Raschke die zweite Liga „kein Himmelfahrtskommando“ ist: „Da geht vom Entwicklungspotenzial noch mehr.“

Aligse ist mittlerweile seit zehn Spielen ungeschlagen und geht mit einem Drei-Punkte-Vorsprung gegenüber dem BSV Ostbevern (zeitgleich in eigener Halle gegen die SSF Bonn) in das Finale. „Wir haben die ganze Saison konzentriert gearbeitet, das Spiel in Bremen ist der letzte Baustein, das letzte Puzzleteil“, sagt Raschke und verweist auf den Masterplan: „Genau daran halten wir uns, es gibt keinen Grund, daran etwas zu ändern. Im taktischen Bereich brauchen wir jetzt nicht mehr zu arbeiten.“


EMOTIONAL: Aligse-Spielerin Brigitte Matthiesen (Bild oben) geht beim Jubel vorbildlich voran. Aber auch ihre Teamkolleginnen (Bild unten) wissen, wie sie Punkte feiern. Fotos: Kinsey

Sorgen macht er sich keine. „Nein, überhaupt nicht. Wenn man in die Gesichter der Spielerinnen schaut, so voller Zuversicht, so fokussiert, bis unter die Haarspitzen motiviert, egal, wen ich von der Bank bringe. Das habe ich in dieser Breite in den 30 Jahren, die ich jetzt dabei bin, noch nicht erlebt“. sagt Raschke.

Zuspielerin Lea Frackmann, deren kleine Schwester Hanna in Bremen dieselbe Position spielt, bringt es für heute gegen Eiche Horn auf den Punkt: „Die Gallierinnen knabbern an den Eichen, bis sie umfallen.“

 

aus Neue Presse – Sport –  vom 24.03.2018, von Christoph Hage

 

Denken für SFA-Frauen verboten – Saisonfinale beim TVE Horn Bremen

Volleyball. Was wäre wenn? Darüber wollen sie sich keine Gedanken machen, frei nach dem Motto „Kopf aus, denken verboten“. Laut Trainer Michael Raschke sind die Frauen der Sportfreunde Aligse vor dem Saisonfinale beim TV Eiche Horn (morgen, 15 Uhr) absolut fokussiert und bis in die Haarspitzen motiviert. Im Fernduell mit dem drei Punkte schlechter stehenden BSV Ostbevern, der zeitgleich in eigener Halle auf die SSF Bonn trifft, fehlt den Gallierinnen noch ein Zähler, sprich zwei Sätze, um die Meisterschaft und den ersehnten Aufstieg in die 2. Bundesliga unter Dach und Fach zu bringen. Dass es für die Gastgeberinnen nach dem 2:3 vor einer Woche in Ostbevern noch um die Vizemeisterschaft geht, soll dabei eine untergeordnete Rolle spielen.

Zwei Tage und zwei Nächte habe er nach dem Aus im Titelkampf schon zu grübeln gehabt, sagt Gert Stürmer. „Am Dienstag haben wir das aus den Köpfen raustrainiert, haben uns kurz geschüttelt, und jetzt freuen wir uns auf dieses Event zum Abschluss“, meint der Bremer Trainer. Sorgen, dass der BSV sein Team noch abfangen könnte, mache er sich auch ob solcher Aussagen nicht, sagt sein Gegenüber, Matthias Raschke. „Wenn man in die Gesichter der Spielerinnen schaut, so voller Zuversicht, so fokussiert, egal, wen ich von der Bank bringe. Das habe ich in dieser Breite in den 30 Jahren, die ich jetzt dabei bin, noch nicht erlebt.“

Zumal die SFA bis auf Happy Ausmeier (Knie) aus den Vollen schöpfen können und in der Sporthalle an der Fritzewiese höchstwahrscheinlich von weit über 100 Fans unterstützt werden. Vor vier Wochen nach dem 3:0 gegen den Tuspo Weende hat sich Raschkes Team einen Masterplan zurechtgelegt. Die Überschrift: Wir verlieren keinen Satz mehr. „Genau daran halten wir uns, es gibt keinen Grund, daran jetzt etwas zu ändern“, sagt Raschke. Na dann. ch

aus Anzeiger für Lehrte & Sehnde vom 24.03.2018, von Christoph Hage
2018-03-23T23:24:38+00:0023. März 2018|

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