Einfach schön, die Aligser Premiere – Zweitligavolleyballerinnen punkten in Schwerin, lassen in Berlin aber Federn. Männer siegen souverän.

HANNOVER. Zuspielerin Lea Frackmann hat sogar Tränen der Rührung in den Augen gehabt. Coach Michael Meyer lief es eiskalt den Rücken herunter. Der
erste Sieg in der Bundesliga ist eben doch etwas ganz Besonderes. Die Volleyballerinnen der Sportfreunde Aligse haben in der 2. Liga überzeugt und zum Auftakt beim VCO Schwerin mit 3:0 (25:17, 25:20, 25:11) die Oberhand behalten. „Das war einfach schön. Wir haben gesehen, dass wir in dieser Klasse gewinnen können. Es ist ein wichtiger Sieg für die Psyche“, sagte Meyer.Alles ist professioneller und besser organisiert in der 2. Liga, das ist eine wichtige Erkenntnis. „Du kannst dich voll auf das Spiel fokussieren, musst dich um nichts kümmern. Das ist schon klasse“, so Meyer. Schneller als in der Vorsaison ging das Team aus der Region zu Werke, dabei verdiente sich Alena Mehwald eine sehr gute Note. Sie gefiel als Libera und wurde zur Spielerin des Tages erkoren. „Wir haben unser Ding prima durchgezogen“, lobte Meyer. Schwerin ist ein junges Team des Olympiastützpunktes, das nicht absteigen kann. Diese Mannschaft soll sich im Ligabetrieb bewähren, das ist die Vorgabe des Deutschen Volleyball-Verbandes. Aufsteiger Aligse muss daher in der 13er-Staffel mindestens zwei weitere Teams hinter sich lassen.

Dass dazu der BBSC Berlin gehören wird, ist unwahrscheinlich. In der Hauptstadt verloren die SFA ihre zweite Partie dieses Doppelspieltages mit 0:3 (23:25, 23:25, 20:25). „Das war viel zu hoch, wir waren da dicht dran“, kommentierte Meyer. Im ersten Abschnitt hatten die Gäste bis zum 17:16 stets vorn gelegen, im zweiten kamen sie durch eine Aufschlagserie der guten Brigitte Schreiner von 18:23 auf 23:24 heran. Insgesamt unterliefen den Aligserinnen aber zu viele Fehler. „Wir waren nicht mehr so sicher in der Annahme und beim Aufschlag“, räumte Meyer ein, „aber ich bin sicher, dass uns dieser Auftritt weiterbringen
und wir unsere Spiele gewinnen werden.“ Ein Sonderlob verdiente sich Inga Thiele für ihre entschlossenen Offensivaktionen, die vielseitige Hanna Viemann stieß erst kurzfristig zum Team und „löste ihre Aufgabe bravourös“, so Meyer. Wichtigste Erkenntnis beim Neuling: Die Mannschaft ist eine Einheit. „Die Truppe ist intakt. Jeder ist sofort da, wenn er gebraucht wird. Das macht uns stark, wir sind in der Liga angekommen“. unterstrich der Aligser Coach.

Die Männer der SFA setzten sich am ersten Spieltag der 3. Liga gleich an die Tabellenspitze. Sie gewannen beim TSC Gievenbeck mit 3:0 (25:17, 25:13, 25:17).
„Wir hätten deutlicher gewinnen können, haben alle Sätze dominiert“, sagte Spielertrainer Marten Ahlborn. Beachvolleyball-Spezialist Ruben Peters sorgte jeweils zu Satzbeginn mit seinen platzierten Aufschlägen dafür, dass die Münsteraner gleich ins Hintertreffen gerieten. „Sie haben es dann gar nicht erst geschafft, Druck zu aufzubauen“, so Ahlborn. Als Mann der Partie benannte der gegnerische Trainer den sehr souveränen Aligser Diagonalangreifer Bastiaan
Göppert. „Insgesamt war das sehr gelungen. Im dritten Satz haben wir noch durchgewechselt, das hat die Sache abgerundet“, sagte Ahlborn und fasste  zusammen: „Wir waren gut, aber Gievenbeck hatte auch nicht den besten Tag erwischt.“

aus Neue Presse vom 18.September 2018, von Stefan Dinse – Foto: Thomas Bork
2018-09-18T21:26:38+00:0018. September 2018|

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