Volleyball der Spitzenklasse kündigt sich an – Aligses Volleyballerinnen erwarten „Liga-Urgestein“ TSV Bayer 04 Leverkusen

ALIGSE (r/gg). Vier Punkte haben die Volleyballerinnen der Sportfreunde Aligse in dieser – ihrer ersten – Saison in der zweiten Bundesliga aus den bisherigen fünf Spielen erkämpft – für den als Saisonziel ausgegebenen Klassenerhalt werden jedoch einige mehr von Nöten sein. „Wir haben sicher zwei, drei Punkte liegengelassen, weil die Nerven flatterten, aber das ist auch ein Stück weit normal – schließlich ist die zweite Bundesliga ja Neuland für die meisten meiner Spielerinnen. Und das gilt auch für mich selbst“, sagt Aligses Trainer Michael „Michi“ Meyer.

Auch im letzten Heimspiel gegen Blau-Weiß Dingden wollte es nicht klappen mit dem nächsten Punktgewinn, doch wurden die Sätze mit 23:25, 26:28 und 21:25 erneut denkbar knapp verloren. Trotz des Umstands, dass sein Team derzeit auf Platz zwölf – einem Abstiegsplatz – steht, ist dem erfahrenen Trainer um den weiteren Saisonverlauf nicht bange. Denn die Tabelle weist zwischen eben diesem Rang und den nun an  siebter Stelle stehenden Dingderinnen lediglich eine Differenz von vier Punkten aus, so dass die Gallierinnen bereits mit einem Drei-PunkteSieg gleich einige Tabellenplätze klettern können. „Wir haben es selbst in der Hand, die nötigen Punkte zu holen,“ so Meyer weiter, „die Stimmung im Team ist gut, die Fähigkeiten sind da, alle wollen den Erfolg und quälen sich dafür im Training. Damit bin ich sehr zufrieden“.

Einen Punktgewinn im kommenden Heimspiel am Sonntag, 11. November, will er aber dennoch nicht als Ziel ausgeben, „das wäre vermessen“. Schließlich erwarten die Aligser Gallierinnen das „Liga-Urgestein“
TSV Bayer 04 Leverkusen. 15 Jahre Zugehörigkeit zur ersten Bundesliga, seit 2010 in der zweiten Bundesliga und steht dabei stets unter den ersten drei in der Tabelle, dabei viermal als Zweitligameister – kaum ein Verein hat mehr Ligaerfahrung als die Rheinländerinnen. In den letzten beiden Spielzeiten belegte das Team, dass zum größten Teil bereits seit mehreren Jahren zusammenspielt, jeweils Rang zwei der
Abschlusstabelle, aktuell bekleidet es den dritten Rang. Im Gegensatz zu den meisten anderen Spitzenteams verzichtet Leverkusen auf die Verpflichtung ausländischer Spielerinnen, sondern setzt überwiegend auf deutsche Nachwuchsspielerinnen der Jahrgänge 1989 bis 1998. Aber auch die 35-jährige Katharina Molitor, Weltmeisterin 2015 im Speerwurf in Peking, die bereits 2008/09 für Leverkusen in der ersten Bundesliga gespielt hat, steht weiterhin im Kader von Trainer Zhou Zhong Vu (China), der selbst auch bereits seit vielen Jahren mit dem Team arbeitet. Die Aligserinnen gehen somit als Außenseiterinnen in diese Begegnung, doch wie man weiß, sind „Underdogs“ ja immer mal wieder für eine Überraschung gut.

Die Volleyballfans dürfen sich also auf ein Top-Team der zweiten Bundesliga und auf Volleyball der Spitzenklasse freuen, wenn die Begegnung morgen um 16 Uhr (Einlass ab 15 Uhr) in der Lehrter Sporthalle in der
Schlesischen Straße angepfiffen wird. Hinter dem Einsatz von Aligses Mittelblockerin Gesa von Harlessem und Libera Alena Mehwald stehen noch Fragezeichen, Trainer Michi Meyer hofft aber, dass beide nach ihren
Rückenverletzungen rechtzeitig wieder fit werden.

BIldunterschrift:  Aligses Zuspielerin Lena Onnen versucht mit einem Überkopfzuspiel ihre Angreiferin in Schußposition zu bringen, Katharina Büker (2) und Brigitte Schreiner (3) beobachten den Spielzug. Foto: Stefan Bertelsmann / SV Bad Laer
Quelle: Marktspiegel vom 10.November 2018, Seite 32, Textentwurf von Christian Rauhut
2018-11-11T00:58:34+00:0011. November 2018|

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