Volleyball: SF Aligse im Sommerschlaf

2020-03-18T23:11:20+01:0018. März 2020|

Lehrte. Vier Spieltage vor Schluss hat die Saison für die Drittligateams der SF Aligse ein abruptes Ende gefunden. Noch am Freitag waren die Männer davon ausgegangen, dass sie tags darauf nach Düsseldorf fahren, dass die Frauen am Sonntag Cloppenburg empfangen würden. Die Coronavirus-Pandemie hat ihnen einen Strich durch die Rechnung gemacht, der Deutsche Volleyball-Verband (DVV) die Saison abgebrochen und für beendet erklärt. Während die SFA den DVV-Entscheidungen gelassen entgegensehen, blicken sie mit Sorge auf die neue, Mitte September beginnende Saison.

Die Regelungen zum Auf- und Abstieg will der DVV zu einem späteren Zeitpunkt und in Abstimmung mit der Volleyball-Bundesliga treffen. Für Aligses Teammanager Harald Thiele ist der Abbruch „konsequent richtig. Für uns gab es ja nur noch einen Blumentopf zu gewinnen.“

Die Aligser Männer sind mit 35 Punkten Tabellenvierter. Ihr Trainer Christian Franz findet es „schade. Wir hätten unseren Weg gerne noch ein wenig fortgesetzt.“ Aktuell befände sich ganz Deutschland in einem Vakuum, die Volleyballer würden nun in den „Sommerschlaf“ gehen. Während in ihrer Liga nur der Zweite DJK Delbrück die Lizenz für die 2. Liga beantragt hat und auch die drei Absteiger bereits feststehen, dürften die Entscheidungen bei den Frauen schmerzlich werden. Die SFA stehen mit 29 Punkten jenseits von Gut und Böse. „So richtig haben wir uns noch nicht sortiert“, sagt Co-Trainer Matthias Raschke. Zunächst sei nur in die nahe Zukunft geblickt worden, organisatorische Dinge geklärt worden. An ihrem Zeitplan, bis Ostern festzuzurren, wie und ob es für die Trainer weitergeht, wollen die SFA festhalten.

Thiele rechnet in jedem Fall mit finanziellen Einbußen: „Das ist zu erwarten.“ Weniger aufgrund der vier wegfallenden Heimspiele in dieser Saison, als durch die unsichere Zukunft von Hauptsponsor America Unlimited – das Unternehmen aus Hannover organisiert Reisen in die USA und Kanada – sowie zahlreicher weiterer Unterstützer und Förderer. „Wir müssen sparen“, kündigt Thiele an, „und zwar 40 bis 60 Prozent unseres Etats.“ Keine schönen Aussichten. ch

Quelle: Neue Presse vom 19.03.2020, Seite 10, von Christoph Hage

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