Viele Fragezeichen vorm Saisonstart: Sportfreunde Aligse arbeiten mit Hochdruck am Hygienekonzept

2020-08-23T11:17:04+02:0022. August 2020|

Auch die Volleyballmannschaften der Sportfreunde Aligse starten Anfang September in die neue Saison. Bevor es losgehen kann, haben die Gallier aber vor allem mit dem Hygienekonzept zu kämpfen. Vom Verband unter Zeitdruck gesetzt, fühlen sich die Aligser allein gelassen.

So etwas wie Aufbruchstimmung braucht Harald Thiele nicht. Er ist der personifizierte Aufbruch. Der Volleyballtrainer ist noch nicht fertig bei den Sportfreunden Aligse. „Ich habe große Lust, mich zu beweisen“, sagt der 59-Jährige. „Für mich ist das eine Frage der Ehre, zu zeigen, dass ich es auch mit einem Frauenteam kann.“ Die vielen Unwägbarkeiten vor dem am ersten Septemberwochenende geplanten Saisonstart in der 3. Liga West sorgen für Kopfschütteln – aber die Vorfreude soll das nicht schmälern.

Als er noch die SFA-Männer coachte, musste er sich in der Halle immer vorsehen, dass ihm seine Brille nicht von der Nase geschlagen wird. „Bei den Frauen muss ich mittlerweile auch Angst haben“, erzählt Thiele. Er sei positiv beeindruckt von den Mädels, es entwickele sich immer mehr ein neuer Geist. „So, wie wir es brauchen werden und mit dem es uns leichter fallen wird, neue Herausforderungen anzunehmen.“

Wenig Zeit für das Hygienekonzept

Lange bevor die SFA-Frauen am 6. September beim TV Hörde die Corona-Zwangspause hinter sich lassen – die Männer folgen am 12. September mit einem Heimspiel gegen Serienmeister SVG Lüneburg II – haben sie bereits alle Hände voll zu tun. Nicht nur in der schweißtreibenden Vorbereitung. Vor drei Tagen bekamen sie vom Deutschen Volleyball-Verband (DVV) die Aufforderung, ein Hygienekonzept zu erstellen, es zunächst den Behörden und anschließend der Staffelleitung zur Genehmigung vorzulegen. Und dafür haben die SFA genau sieben Tage Zeit.

Aligser fühlen sich allein gelassen

Männer-Trainer Erik Maul findet diesen Umstand „eine Frechheit“, Thiele fühlt sich einmal mehr im Stich gelassen. „Uns hilft keiner. Wir kriegen von der Stadt und vom Verband nichts, sind als kleiner Dorfverein mal wieder auf uns allein gestellt“, ärgert sich der 59-Jährige. „Alle Vereine in der 3. Liga machen sich Gedanken, was für ein Schwachsinn.“ Wobei die Schwierigkeit eben nicht die Corona-Verordnung der Landesregierung ist, sondern die Vorgaben in der Sporthalle an der Schlesischen Straße umzusetzen.

Klar ist: Es wird für unbestimmte Zeit keine Ballroller mehr geben, keine Wischer, kein Händeschütteln, keine Begrüßung der Teams, keine Wahl des „Most Valuable Player“. Dafür soll die Bande durchgezogen, die Personen am Zeitnehmertisch, an der Kasse sowie am Verkaufsstand durch eine Plexiglasscheibe voneinander getrennt werden.

Viele weitere Fragen sind noch unbeantwortet

„Wo müssen Masken getragen werden? Wo muss es eine Einbahnstraße geben und wo muss darauf geachtet werden, dass die Abstände eingehalten werden? Was dürfen wir verkaufen? Wie viele Zuschauer dürfen bei uns in die Halle? Und vor allem: Wer bezahlt das alles?“, zählt Thiele auf. Dass die Sportfreunde für ihre beiden Drittligateams nur ein Konzept erstellen müssten, sei der einzige Vorteil, „aber auch wirklich der einzige“. Ohne Corona habe Thiele bei den insgesamt 24 Heimspielen mit im Schnitt 300 Zuschauern gerechnet, „jetzt hoffe ich auf 100“.

Frauen absolvieren bereits das zweite Trainingslager

Während die Männer bereits weiter sind, als Maul eigentlich gedacht hätte („Du merkst, dass die Jungs Lust haben, engagiert sind“), absolvieren die Frauen an diesem Wochenende bereits ihr zweites Trainingslager in Lehrte. Thiele scheint sich auf jede Einheit wie ein kleines Kind zu freuen. „Das Team ist das Beste, was es in Hannover gibt, das sind Juwelen, und die muss man formen“, sagt Thiele. Genauso wie er es bei den Männern schon einmal gemacht hat.

Bildunterschrift Titelbild: Trotz der ein oder anderen Hürde auf dem Weg zum Saisonstart, freut sich sowohl der Männer-, als auch der Frauen-Kader der Sportfreunde Aligse auf die neue Saison.
Quelle: Neue Presse (mit anderer Überschrift) und www.sportbuzzer.de vom 22.08.2020, Autor: Christoph Hage, Fotos: Sina Spatharakis (SFA)

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