Gefühlswelten – Ein Verein, zwei Teams, maximal unterschiedlicher Saisonstart: Männer der SF Aligse im Siegesrausch / Frauen warten auf ersten Satzgewinn

Volleyball. Der Status quo bei den beiden Teams der Sportfreunde Aligse könnte zu Saisonbeginn unterschiedlicher nicht sein. Während die Männer binnen 20 Stunden ihre Siege Nummer drei und vier feierten, waren die Frauen zum ersten Mal in dieser Spielzeit chancenlos und müssen nach dem dritten 0:3 weiter auf ihr erstes Erfolgserlebnis warten.

Durchhänger im zweiten Satz

Ihren ersten von zwei Doppelspieltagen in der 3. Liga West haben die SFA-Männer mit zwei 3:1-Siegen beim TV Hörde (25:15, 29:31, 25:13, 25:15) und tags darauf in eigener Halle gegen den TSC Gievenbeck (25:22, 19:25, 26:24, 25:12) erfolgreich hinter sich gebracht.

Die Jungs haben gut und hart trainiert und sich bislang in jedem Spiel den Hintern aufgerissen“, lobte Trainer Erik Maul seine Mannschaft. Vielleicht noch entscheidender: Die Aligser hätten sich auf der Heimfahrt am Samstag aus Dortmund „sehr diszipliniert“ verhalten. „Nach zwei Havana-Cola war Schluss. Und uns wurde ja auch noch eine Stunde Schlaf geschenkt, das war sicherlich nicht kontraproduktiv“, sagte Maul.

Produktiver waren die Aligser zuvor im Süden Dortmunds gewesen. Zumal sie auch von einem erschreckend schwachen Gastgeber profitierten. „Von den Hördern ist nicht viel gekommen, wir haben das Spiel ganz klar dominiert“, sagte Maul. Einzig im zweiten Abschnitt schwächelte die Aligser Annahme, und dennoch ließen die Gäste beim 29:31 einen Satzball liegen, als sie einen Angriff in den TVH-Block schlugen.

Nach einer dennoch kurzen Nacht und etwas mehr als fünf Stunden im Auto ging es vor rund 150 Zuschauern in eigener Halle gegen einen deutlich stärkeren Gegner weiter. Was nicht zuletzt an TSC-Mittelblocker Friederich Nagel lag, der es in seiner Vita auf neun Jahre in der 1. Bundesliga brachte. „Gievenbeck war deutlich besser“, sagte Maul, der seiner Startaufstellung aus Hörde auch knapp 20 Stunden später das Vertrauen schenkte.

Die Gastgeber fanden nur schleppend in die Begegnung, jeweils die aufschlagende Mannschaft punktete. „Es ging hin und her, aber irgendwann haben wir uns absetzen können“, sagte Aligses Trainer. Was nicht zuletzt an Steffen Bauerochse und Steffen Barklage lag. „Sissi Barklage bringt eine unglaublich konstante Leistung, ist eine Bank, und Bauerochse hat am Sonntag unglaublich entscheidende Akzente gesetzt“, lobte Maul.

Und dennoch leisteten sich die Hausherren auch im zweiten Spiel des Wochenendes im zweiten Durchgang einen Durchhänger. Die Konzentration ließ nach, die Mannschaft schaffte es nicht mehr, die Zuschauer mitzunehmen. „Das war von allem ein bisschen“, sagte Maul, der in der Pause aber offenbar die richtigen Worte fand. Denn im dritten und vierten Satz waren die Aligser wieder voll da.

Frauen in Münster chancenlos

An Lob mangelt es nicht, an dringend benötigten Erfolgserlebnissen dafür umso mehr. Auch nach dem Videostudium der 0:3 (14:25, 21:25, 24:26)-Niederlage in der Vorrunde 2 der 3. Liga West beim USC Münster II konnte Harald Thiele nur „den Hut ziehen. Es war unmöglich, gegen Münster zu gewinnen. Aber, meine Güte, haben die Mädels gekämpft“, sagte Aligses Frauen-Trainer. „Sie haben die Gallierart ausgepackt und den Kopf nicht in den Sand gesteckt.“

In der Halle Berg Fidel, wo zu Erstligaspielen des USC 3300 Zuschauer Platz finden, herrschte eine einzigartige Atmosphäre, an die sich die Aligserinnen im ersten Durchgang erst einmal gewöhnen mussten. „Die Halle ist zwölf Meter hoch, im gesamten Spiel ging kein Ball an die Decke“, sagte Thiele. Kein Vergleich also zu der sieben Meter hohen Halle an der Schlesischen Straße. „Münster hat mit der Halle gespielt, und wir haben unseren Teamspirit dagegengehalten. Wir hätten einen Satz verdient gehabt, aber okay, wir machen weiter“, sagte Thiele.

Besagter Spirit soll den SFA am Samstag beim SC Union Emlichheim II zum ersten Saisonsieg verhelfen. „Jetzt fängt die Saison an“, wiederholte Aligses Trainer. „Wir werden da auf Sieg spielen, und ich weiß auch schon, wie wir uns vorbereiten.”

Bildunterschrift: Seine Paraderolle: Aligses Marten Ahlborn (rechts) legt den Ball auf Steffen Barklage ab. Foto: Michael Plümer
Quelle: Lokalbeilage der HAZ und NP vom 02.11.2021, von Christoph Hage, Pressefoto: Michael Plümer

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