Volleyball – Die Pressevorberichte vom 20. November 2021: Heimspieltag für zwei Teams / „… dass sie es besser können“

Heimspieltag für zwei Teams – Dritte Liga Volleyball in der Sporthalle Schlesische Straße

Lehrte (r/gg). Am Samstag können sich Volleyball-Fans wieder auf gleich zwei Begegnungen der Dritten Liga West in der Lehrter Sporthalle in der Schlesischen Straße freuen. Zum Auftakt um 16 Uhr kommt es dabei für die Herren der SF Aligse als favorisierte Spitzenreiter zum Aufeinandertreffen mit dem Tabellenschlusslicht VC 73 Freudenberg, während Aligses Frauen um 20 Uhr nur als Außenseiter in die Abendpartie gegen den aktuellen Tabellenzweiten MTV 48 Hildesheim gehen werden. Der Einlass für die Zuschauer beginnt jeweils eine Stunde vor Spielbeginn. Es gilt die Zwei-G-Regel, wobei in der Sporthalle (außer am Sitzplatz) zusätzlich auch weiterhin das Tragen einer Maske vorgeschrieben ist.

Am vergangenen Wochenende gewannen beide Gallier-Teams ihre Begegnungen mit 3:2 Sätzen, die Reaktionen der Trainer – Erik Maul (Herren) und Harald Thiele (Frauen) – hierauf fielen jedoch sehr unterschiedlich aus.

Erik Maul sah seine Riege dabei nach den fünf Sätzen (26:28, 25:21, 20:25, 25:14, 15:8) nicht im Soll, denn gegen das Hürther Team, das in der Abstiegszone rangiert, war ein klarer 3:0-Erfolg das Ziel gewesen „und dieses haben wir nicht erreicht“, so der Trainer. Aligses Herren agierten in den ersten drei Sätzen unter ihrem gewohnten Level und gerieten gegen die hoch motivierte Hürther Gäste mit 1:2 Sätzen in den Rückstand. „Wir haben viel zu viele Fehler im Angriff produziert, zudem haben wir uns im Block immer wieder anschlagen lassen, so dass der Ball zum Punkt für den Gegner ins Aus sprang – alles Dinge, die ich in dieser Häufigkeit von meinem Team noch nicht gesehen habe“, monierte Erik Maul, der erst im vierten Satz, der deutlich gewonnen wurde, mit der Leistung seiner Mannschaft zufrieden sein konnte. Diesen Flow nahmen die Gallier dann auch mit in den Tiebreak, den sie von Beginn an dominierten und nun keinen Zweifel mehr daran ließen, dass sie als Sieger vom Feld gehen wollen, was denn mit dem Endstand von 15:8 auch eindrucksvoll gelang. Die Auszeichnungen als MVP – der wertvollsten Spieler – erhielten Maximilian Ströbl (Aligse) und Marcus Degener (Hürth). „Natürlich ist es schön, dass wir den Rückstand drehen konnten, aber in eine solche Situation sollten wir in Normalform gegen Hürth ja gar nicht erst kommen. Letztlich bedeutet der 3:2 Sieg einen unnötigen Punktverlust für uns“, bilanzierte der Trainer.

Im heutigen Spiel gegen VC 73 Freudenberg erwartet er von seinem Team von Anpfiff an eine konzentriertere Leistung, denn ein Punktverlust gegen den Tabellenletzten aus dem Siegerland (Nordrhein-Westfalen) entspräche nun überhaupt nicht seinen Vorstellungen. Nachdem Daniel Bremmer bereits am vergangenen Samstag wieder einsatzbereit war, fallen aktuell nur noch Ruben Peters und Moritz Viemann verletzt aus, wobei letzterer sich bereits wieder im individuellen Aufbautraining befindet. Den bisher einzigen Vergleich mit dem Vorjahresaufsteiger gewannen Aligses Gallier im September 2020 in Freudenberg klar mit 3:0-Sätzen, das Rückspiel fand aufgrund des Saisonabbruchs nicht statt. Am letzten Wochenende sagten die Gäste ihr Heimspiel gegen Hörde vorsichtshalber ab, da ein Spieler positiv auf Corona getestet worden war und dieser am Tag zuvor noch an einer Mannschaftszusammenkunft teilgenommen hatte. Ob dies auch Auswirkung auf die für heute angesetzte Begegnung haben wird, war bei Redaktionsschluss noch nicht bekannt.

Wesentlich zufriedener quittierte Trainer Harald Thiele den Auswärtssieg (15:25, 23:25, 25:19, 25:19, 13:15) seiner Damen am Sonntag, denn mit allzu großen Erwartungen hatte man sich nicht auf den Weg zum VC Cloppenburg gemacht, mit einem Punkt hatte man vielleicht geliebäugelt. Aber da Gallier ja bekanntlich nur fürchten, dass ihnen der Himmel auf den Kopf fällt, ging sein Team mutig und konzentriert ans Werk und dominierte im ersten Satz vor allem mit starken Aufschlägen und cleveren Angriffen, denen die Gastgeberinnen in dieser Phase nur wenig entgegenzusetzen wussten. Satz zwei begann ähnlich, jedoch stieg gegen Ende die Fehlerquote. Aufschläge gingen ins Aus, der Spielaufbau funktionierte nicht mehr optimal, bis sich die SFA-Frauen zum Satzende noch einmal fingen und auch den zweiten Satz gewannen und damit schon einmal den erhofften Punkt sicherten. In den Sätzen drei und vier verloren die Aligserinnen dann gegen nun auch stärker aufkommende Cloppenburgerinnen jedoch komplett den Faden – oder wie Inga Thiele, die nach ihrer Bronchitis noch Trainingsrückstand hat, es ausdrückte: „Da haben wir mal kurz vergessen, wie dieses Volleyballspielen eigentlich geht.“ Alle Elemente wackelten und vor allem die Aufschläge kamen nicht mehr so effektiv wie zuvor.

Die TVC-Damen stellten folglich den Satzausgleich her, so dass wieder einmal der Tiebreak entscheiden musste. Die Cloppenburgerinnen erspielten sich hier schnell einen Vier-Punkte-Vorsprung, beim Stand von 8:4 wurden die Seiten gewechselt. Aligse zog nun noch einmal an, schlug druckvoll auf, wehrte solide ab, setzte platzierte Angriffsschläge und konnte so schließlich zum 12:12 ausgleichen. Den nächsten Punkt machten zwar erneut die Gastgeberinnen, doch die Gallierinnen egalisierten diesen sofort und entschieden nun nervenstark den Satz mit 13:15 für sich. MVP wurde Hanna Viemann, die sowohl im Zuspiel, als auch auf der Diagonalposition ihr Können bewies, auch Libera Alena Mehwald und Leonie Rothbarth wurden von Harald Thiele, der über den nicht erwarteten doppelten Punktgewinn hocherfreut war, als Spielantreiberinnen lobend angeführt.
Aufgrund des Sieges haben die Gallierinnen Cloppenburg nun in der Tabelle überholt, verbleiben jedoch weiterhin in der unteren Tabellenhälfte. Dem heutigen Spiel sieht Aligses Coach dennoch entspannt entgegen: „Gegen Hildesheim sind wir total in der Außenseiterrolle, niemand erwartet von uns einen Sieg, niemand macht uns Druck. Wenn es dem Team gelingt, die Trainingsinhalte gut umzusetzen und den Tabellenzweiten vielleicht auch mal mit einem guten Spielzug zu überraschen, dann wäre das natürlich schon schön.“ Fehlen werden dem Team jedoch weiterhin Julika Hoffmann, die noch an ihrer Schulterverletzung laboriert und die erkrankte Libera Lena Puppke – so der Bericht von Christian Rauhut.

Titelbild: Stabiler Block mit Bastiaan Göppert (8) und Steffen Bauerochse (13). Maximilian Ströbl (3) sichert ab. (Foto: Moritz Viemann)

Quelle: Marktspiegel (Lehrter & Sehnder Nachrichten) am 20.11.2021, von Gabriele Gosewisch, Textentwurf Christian Rauhut, Titelfoto Moritz Viemann

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… dass sie es besser können“  –  Doppel-Heimspieltag für die SF Aligse / Männer sind klarer Favorit / Das Niedersachsenderby ist für die Frauen ein Trainingsspiel

Hoch die Hände, Wochenende: Die Aligser feiern einen Punktgewinn, wirklich zufrieden waren sie zuletzt aber nicht. Foto: Michael Plümer

Volleyball.  Zum ersten Mal in dieser Saison gibt es am heutigen Samstag Volleyball total in der Sporthalle an der Schlesischen Straße. Die beiden Drittligateams der Sportfreunde Aligse spielen nacheinander um wichtige Punkte.

Aligser erhöhen den Druck

Den Anfang machen um 16 Uhr die Aligser Männer, die sich gegen Schlusslicht VC 73 Freudenberg wieder von ihrer anderen Seite zeigen wollen. Am vergangenen Wochenende fuhren sie mit dem 3:2 gegen den TVA Hürth zwar den fünften Sieg im fünften Spiel ein – und konnten damit ihre Tabellenführung ausbauen. Trainer Erik Maul war aber alles andere als zufrieden. „Es ist lobenswert“, sagt er, „dass die Jungs es trotzdem geschafft haben, ein 3:2 zu holen.“ Dass sie ihren Kopf gerade noch so aus der Schlinge ziehen konnten, nachdem sie zwischenzeitlich schon mit 1:2 hintengelegen hatten – Vergangenheit. „Wir haken es ab und können es diese Woche nur besser machen“, sagt Maul. „Die Jungs werden jetzt vor die Aufgabe gestellt, zu zeigen, dass sie es besser können. Und das können sie.“

Hatten sich die SFA schon am vergangenen Wochenende ein 3:0 vorgenommen, dürfte der Druck gegen das sieglose Schlusslicht also nicht geringer werden. Gegen den FCJ Köln und die Tecklenburger Land Volleys ging das Team aus Nordrhein-Westfalen ohne Satzgewinn und mit nur 50 beziehungsweise 48 geholten Punkten unter. Beim 2:3 in eigener Halle gegen den TSV Giesen II schnupperte es hingegen am ersten Erfolgserlebnis.

Patrick Korporal kehrt nach überstandener Grippe in den SFA-Kader zurück. Daniel Bremmer (nach einem Faserriss in der Schulter) und Moritz Viemann (Bänderriss im Knöchel) befinden sich weiterhin im Aufbautraining und fallen wie Ruben Peters (Knieprobleme) aus.

SFA-Frauen schauen nach vorn

Das Niedersachsenderby gegen den MTV 48 Hildesheim steht um 20 Uhr an gleicher Stelle den Aligser Frauen ins Haus. „Das ist ein Spiel von vielen“, sagt ihr Trainer Harald Thiele lapidar – und nachdenklich. „Die ganzen Corona-Nachrichten der vergangenen Tage sorgen für ein wenig Abstand. Ich rechne damit, dass wir bald ohne Zuschauer spielen werden. Wir werden sehen.“ So weit ist es freilich noch nicht, heute sind Zuschauer zugelassen.

Erhöhen die Männer den Druck auf sich selbst, nimmt Thiele indes bewusst Druck vom Kessel, spricht gegen den ungeschlagenen Tabellenzweiten aus Hildesheim von einem „Trainingsspiel“. Einer Vorbereitung auf die deutlich wichtigere Begegnung am kommenden Sonntag gegen den SC Union Emlichheim II.

Sollte es am Ende der Vorrunde für sein Team in der Abstiegsrunde um das nackte Überleben gehen, wird es darauf ankommen, gegen wen die Aligserinnen ihre Punkte geholt haben. Denn nur die Zähler gegen die direkte Konkurrenz werden in die entscheidende Phase der Saison mitgenommen. Ihre beiden 3:2-Siege und damit vier Zähler haben sie zuletzt auswärts geholt – bei den in der Tabelle unter ihnen stehenden Teams aus Cloppenburg und Emlichheim. Und da ihnen die Hildesheimerinnen aller Voraussicht nach nicht in die Abstiegsrunde folgen werden, ist jeder Punkt im Derby ein Erfolgserlebnis – mehr aber auch nicht. „Die sind die Favoritinnen, die müssen ihre Leistung auf die Platte bringen“, sagt Thiele, „wir müssen nur spielen.“

Julika Hoffmann wird mit überreizter Schulter und Ellenbogen nicht nur heute fehlen. „Das wird vor Weihnachten nichts mehr, wenn überhaupt“, befürchtet Thiele. Dafür ist seine Tochter Inga nach überstandener Bronchitis ins Training zurückgekehrt. „Mal schauen, wie weit sie ist.“

Quelle: Lokalbeilage von HAZ und NP am 20. November 2021, von Christoph Hage, Foto Michael Plümer (Pressefoto)

Anmerkung: Tatsächlich ist es schon der zweite Doppelheimspieltag dieser Saison für die SFA-Teams, der erste fand am 23. Oktober statt!

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