Aligse hat die 5-Prozent-Chance: Abstieg des Volleyball-Zweitligisten ist nicht sicher. SFA planen zweigleisig.

Hannover. Drei Sätze sind es gewesen, mehr nicht. Die Volleyball-Frauen der Sportfreunde Aligse sind ganz knapp gescheitert in der 2. Bundesliga. Punktgleich mit dem BBSC aus Berlin, der am finalen Spieltag noch vorbeizog, steigen die SFA ab. Oder vielleicht doch nicht? Es gibt eine kleine Chance, dass die Alig­se­rin­nen drinbleiben. „Die liegt aber bei nur etwa fünf Prozent“, sagt Team-Manager Harald Thiele. Dafür müsste eine Mannschaft zurückziehen, was beim Volleyball in den höheren Klassen nicht so selten vorkommt. Die SFA wären dann gerettet. „Wir beantragen die Lizenz für beide Ligen“, so Thiele. Bis zum 30. April müssen die Unterlagen beim Verband eingereicht werden, in zwei Wochen gibt es Klarheit.

„Wenn es nicht so kommt, wäre es auch nicht so schlimm. In jedem Fall wollen wir der Volleyball-Leuchtturm der Region bleiben“, betont Thiele. „In der 3. Liga würden wir nur nicht ganz so hell leuchten.“

Es war ein emotionales und schmerzhaftes Ende bei der 1:3-Niederlage gegen Meister Skurios Volleys Borken. Trotz bemerkenswerter Aufholjagd des Neulings in einer kräftezehrenden Saison hatte es nicht ganz ge­reicht. „Das muss man erst mal verkraften“, betont der Manager. Erste positive Tendenzen gibt es aber, so könnte das Trainerteam Holger Banko/Matthias Raschke weitermachen. „Auf je­den Fall wird es leistungsbezogen sein. Müssen wir run­ter, wollen wir wieder auf­stei­gen“, sagt der Manager.

Borken, dessen Etat Thiele auf rund 100 000 Eu­ro schätzt, hat auf den Aufstieg in die 1. Bundesliga verzichtet – für das Oberhaus ist ein deutlich höherer Be­trag aufgerufen. Thiele schätzt ihn auf eine halbe Million, um gut mithalten zu können: „Und unser Etat ist nicht halb so groß wie der von Borken.“

In die 2. Liga Nord jedoch wollen offenbar beide Kandidaten hoch. „BSV Ostbevern und der VC Altbau Essen werden das Aufstiegsrecht nutzen“, sagt Thiele. Bleibt die Hoffnung auf den Rückzug eines Konkurrenten. „Ein Wackelkandidat ist nicht bekannt. Aber das will nicht viel heißen. Wir sind bereit“, sagt der Manager. In diesen Tagen gibt es Ge­sprä­che in Sachen Kaderplanung. Außenangreiferin Brigitte Schreiner (Kreuzbandriss) jedenfalls fällt aus. Bezeichnend für den Aligser Teamgeist: Bei der Renovierung ihres Hauses springen alle Spielerinnen ein.

Bildunterschrift: HOFFEN AUF EINE KLEINE CHANCE: Die Trainer Matthias Raschke (von links), Holger Banko und Manager Harald Thiele wollen in der 2. Liga bleiben. Foto: Debbie Jayne Kinsey

Quelle: Neue Presse vom 17.04.2019, Seite 12, von Stefan Dinse6
2019-04-17T14:33:54+02:0017. April 2019|

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