Erst Rückrundenauftakt, dann Weihnachtspause – SFA-Volleyballteams sind noch einmal gefordert

2019-12-09T21:12:21+01:0009. Dezember 2019|

LEHRTE (r/gg). Bevor die Aligser Volleyballteams ihre Weihnachtspause antreten dürfen, steht am kommenden Wochenende noch der Auftakt zur Rückserie der laufenden Saison auf dem Programm. Während sich Aligses Herren dabei gegen den TVA Hürth noch einmal auf ein Heimspiel vor den eigen Fans freuen dürfen, haben die Damen erneut eine weite Auswärtsfahrt zum SV Wietmarschen in die Grafschaft Bentheim vor sich.
Schon am vergangenen Samstag mussten die Damen in Niedersachsens westlichsten Landkreis links der Ems aufbrechen, um bei der zweiten Vertretung des SC Union Emlichheim anzutreten. Für Aligses Dana Lichtendonk und für Kaptänin Lena Onnen gab es dabei ein Wiedersehen mit alten Weggefährtinnen, denn beide kommen vom SCU. Zunächst gab es nach der mehr als 260 Kilometer langen Anfahrt jedoch im Hause der Familie Onnen ein Nudelessen zur Stärkung für das erneut nur mit acht Spielerinnen angereiste Team. Nach Katharina Büker kehrte nun zwar auch Inga Thiele nach Verletzung ins Team zurück, doch konnte diese nicht auf ihrer angestammten Position im Außenangriff eingesetzt werden, da sie Alena Mehwald, die aus dienstlichen Gründen verhindert war, als Libera vertreten musste. Mittelblockerin Gesa von Harlessem hatte zwar ihre Grippe auskuriert, stand jedoch wegen eines privaten Termins nicht zur Verfügung und Anne Schiller befindet sich noch auf Auslandsreisen. So stand Aligses Trainer wiederum nur eine Auswechselspielerin zur Verfügung. Nach schwachen ersten Satz, in dem sein Team ständig einem 6-Punkte-Vorsprung hinterher lief, hieß es bald 25:19 und damit 1:0 für die Gastgeberinnen. Wie verwandelt trumpften die Aligserinnen im zweiten Satz auf. Konzentriert und konsequent in allen Bereichen, setzten sie sich schnell deutlich ab und gewannen diesen souverän mit 15:25. Leider gelang es den Gallierinnen nicht, diese Leistung mit in den nächsten Satz mitzunehmen. Mit zunehmender Fehlerquote in Aufschlag und Annahme steigerte sich die Unsicherheit auf Aligser Seite, während Emlichheim wieder deutlich präziser aufschlug, mit guter Abwehrleistung die Aligser Angriffe entschärfte und diesen Satz mit 25:18 für sich entschied. Zu Beginn des vierten Satzes schien es, als sollte es eine Wiederholung des zweiten Satzes geben, denn schnell führten die SFA-Frauen mit 5:0 Punkten. Doch die kämpferisch starken Emlichheimerinnen ließen sich dieses Mal nicht abschütteln und verunsicherten ihre Gäste erneut, die den Vorsprung bald einbüßten und nicht wieder zu ihrem Rhythmus fanden. So ging auch dieser Satz schließlich mit 25:21 und damit das Spiel mit 3:1 an die Gastgeberinnen. Zur wertvollsten Spielerin des Aligser Teams wählte die SCU-Trainerin Diagonalspielerin Hanna Viemann, die in zahlreichen Situationen den kühleren Kopf bewahrte und wichtige Punkte machte.
Beim Tabellenletzten Wietmarschen soll am kommenden Sonntag (16 Uhr) zum Rückrundenauftakt auf jeden Fall aber wieder ein 3-Punkte- Sieg her, bevor es in die knapp einmonatige Weihnachtspause geht. Der Aufsteiger konnte in den elf Spielen der Hinserie nur einen einzigen Satz gewinnen und steht abgeschlagen ohne auch nur einen Punkt auf dem letzten Tabellenplatz. Vor Überheblichkeit werden Aligses Trainer Holger Banko und Matthias Raschke ihr Team dennoch warnen, denn auch beim Ligaschlusslicht bekommt man die Punkte nicht geschenkt.

Libero Adrian Quistorff (in gelb) war nach seiner Verletzung wieder einsatzbereit. Moritz Viemann und Coach Christian Franz (hinten) sehen es mit Zufriedenheit. (Foto: Börge Albers)

Spannend machten es wieder einmal die Herren dann am Samstagabend bei ihrem 3:2 Erfolg vor heimischen Publikum gegen den TSC Gievenbeck. Coach Christian Franz hatte ebenfalls nur einen deutlich reduzierten Kader zur Verfügung, denn mit Ruben Peters (private Gründe), Erik Maul, Roman Kammer, Marc Rothbarth, Bastiaan Göppert und nun auch Spielertrainer Maik Böske (alle verletzt) standen gleich sechs Spieler nicht zur Verfügung. Zumindest auf der Liberoposition gab es jedoch Entwarnung, da Adrian Quistorff nach seiner Verletzung wieder einsatzbereit war.

Nachdem die Gallier die ersten beiden Sätze gegen die gut mitspielenden Gäste mit 25:23 und 25:21 Punkten für sich entschieden hatten, deutete vieles auf einen glatten 3:0 Erfolg für die Gastgeber hin. Die Gäste aus dem Münsterland gaben sich jedoch nicht auf und profitierten dabei in dieser Phase zudem von einer Reihe von ungenauen Aligser Angriffen, die im Aus landeten. Die Sätze drei und vier gingen so mit jeweils 20:25 Punkten auf das Konto der Gäste zum 2:2 Satzausgleich. Im entscheidenden Tiebreak war das Aligser Team jedoch wieder hellwach und konzentriert. Angetrieben von den rund 200 Zuschauern zeigte es nun wieder seinen unbändigen Siegeswillen, der schließlich auch mit dem 15:12 Satzgewinn zum 3:2 Endstand belohnt wurde. Überragend auf Aligser Seite war erneut Mittelblocker Steffen Barklage, der verdient als wertvollster Spieler ausgezeichnet wurde. Maik Böske zeigte sich dann auch erfreut und erleichtert: “Das Spiel hat wieder einmal gezeigt, zu was diese Mannschaft fähig ist, wenn sie ihr heimisches Publikum im Rücken hat. Es ist gut zu wissen, dass bei unseren Verletzungssorgen jeder Spieler auf jeder Position einspringen kann und will”.
Am Samstagabend erwartet man nun den TVA Hürth um 20 Uhr in der Sporthalle in der Schlesischen Straße in Lehrte. In Hürth waren die Gallier nach einem fast zwei Stunden hin und her wogenden Spiel schließlich mit einem 3:2-Erfolg vom Feld gegangen. Hierfür werden sich die Gäste sicher revanchieren wollen. Beide Mannschaften haben in der Hinrunde sieben von elf Spielen gewinnen können. Da Hürth dabei mehr 3-Punkte-Erfolge feiern konnte als die Aligser Gastgeber und zudem in den Niederlagen seltener punktlos blieb, belegen die Gäste mit 20 Punkten aktuell den fünften Tabellenplatz, während die SFA-Männer bisher 17 Punkte sammelten und damit den siebten Platz einnehmen – so der Bericht von Christian Rauhut.

Titelbild: Da waren sie noch vereint: Libera Alena Mehwald (in blau) war am Samstag dienstlich verhindert und wurde durch Inga Thiele (Mitte) ersetzt. Rechts Außenangreiferin Leonie Lamp. (Foto: Börge Albers)
Quelle: https://www.marktspiegel-verlag.de/lehrte/sport/   eingestellt am 09.12.2019 von Gabriele Gosewisch – Textvorlage: Christian Rauhut 
Der Artikel wird am Mittwoch, 11. Dezember, in der gedruckten Ausgabe des Marktspiegels erscheinen und dann auch im ePaper abrufbar sein.

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